Tagpfauenauge (Inachis io)

aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae)

Das Tagpfauenauge gehört zu den Faltern, die mit den Veränderungen in der modernen Kulturlandschaft am besten zurechtgekommen sind. Indirekt profitiert die Art auch von der Förderung der stickstoffliebenden Brennnessel durch die moderne Landwirtschaft.

In Mitteleuropa überwintert die Art als Falter z.B. in Fuchsbauten, Kellern, Scheunen. Häufig findet man die Falter im Winter auch in Wohnungen und Dachböden, wo sie aber in der Regel durch Austrocknung sterben. Die einheimischen Populationen werden durch Zuwanderung gestützt, deren Ausmaß oft für die Häufigkeit der Falter im Spätsommer ausschlagggebend ist.

Futterpflanzen

Große Brennnessel, möglicherweise auch andere Brennnessel-Arten

Vorkommen

Er ist besonders in Waldnähe, aber auch im Siedlungsbereich und vielen anderen Lebensräumen insbesondere im Hochsommer häufig. Vor allem dort, wo attraktive und nektarreiche Pflanzen blühen, findet man die Falter regelmäßig. Zusammen mit dem Kleinen Fuchs zählt das Tagpfauenauge zu den häufigsten Schmetterlingen.

Text: Wolfgang Seufert

Foto: Christoph Baumann (Mainz)
Foto: Richard Zeitz
Foto: Richard Zeitz
Foto: Kathrin Schaumburg