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Gebietsbetreuung

Öko-Tipps

Neues vom AK Botanik

Exkursion zum Rudelberg, 6.8.2021

Der Rudelberg liegt nördlich von Schondra in einer Höhe von 465 m N.N..Er ist als FFH-Gebiet und Geotop ausgezeichnet. Hier geht ein Schotterweg vom Oberen Buntsandstein zum Unteren Muschelkalk zu einen Wallfahrtsort mit Gedenkkreuze und einer Steinkapelle.Die Aussicht zur Rhön und die Schönheit der Umgebung ist besonders.Die Freude der Botaniker ist die Artenvielfalt der Pflanzen mit vielen seltenen Arten.So konnten wir über 200 Sippen in kurzer Zeit feststellen und kartieren. Besonders die Knäuel-Glockenblume sowie das Sprossende Nelkenköpfchen sind hier schützenswert und noch in größerer Anzahl anzutreffen.Ein auch für manchen Teilnehmer eine neue bisher unbekannte Landschaft.
Info: Der AK Botanik trifft sich am ersten Freitag im Monat um 17.00 Uhr zum Kartieren im Freien. Anschließend steht öfters eine Nachbesprechung und gemütliches Beisammensein in einer Gastwirtschaft auf dem Programm. Bei Interesse Kontakt zum AK-Leiter Walter Hartmann: 0971-99122, w.u.e.hartmann@t-online.de

 

 

Gelb wohin man schaut (Juni 2021)

Jetzt leuchtet es kräftig gelb in der Natur, auf den Feldern und am Straßenrand. Raps an der Straße? Nein. Leise und oft unbemerkt hat sich ein Neophyt (Einwanderer), das Orientalische Zackenschötchen (Bunias orientalis), bei uns eingeschlichen und ist dabei, sich breit zu machen. Es besiedelt Straßenränder und Brachflächen und dringt von dort auch in Weinberge, Ackerflächen und Wiesen vor. Ziemlich schnell breitet es sich durch es durch Samen und Wurzeln (oder Wurzelstückchen) und verdrängt andere Pflanzen.

Bunias orientalis gehört wie der Raps zur Familie der Kreuzblütler, wird bis 1,5 m hoch und kann über 10 Jahre alt werden. Es bildet verzweigte Seitentriebe mit gelben, unangenehm süßlich riechenden Blüten im Mai. Die Wurzeln können bis 1,6 m tief in den Boden reichen. Bevorzugte Standorte sind trockene, sonnige Stellen mit guter Nährstoffversorgung. Wichtigste Kennzeichen sind die spitz zulaufenden Blätter und die rundlichen, warzigen Samenschötchen.

Die zahlreich gebildeten Samen fallen ab etwa Juli aus und werden vor allem durch Transport von Erde, Wiesenschnitt und am Auto- oder Traktorreifen verbreitet. Sie bleiben mehrere Jahre im Boden keimfähig.

Wiesen, Ackerbrachen, Streuobstbestände, Trockenrasen, aber auch Hochwasserdämme und oft maschinell bearbeitete Böden wie Äcker- und Straßenränder sind anfällig für das Zackenschötchen. Wirtschaftlicher Schaden für die Landwirtschaft, Einfluss auf die Wasserwirtschaft, Störung des Naturhaushalts und Beeinträchtigung des Erholungswertes von Grünflächen und Schutzgebieten sind die Folgen.
Bekämpfungsmaßnahmen