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Winterschachtelhalm (Equisetum hyemale)

Der Winter-Schachtelhalm kommt oft in größeren Beständen in Auwäldern, Quellmooren, Gebüschen und an Waldsäumen vor, die von Grund- oder Sickerwasser geprägt und oft wechselfeucht sind. Er bevorzugt nährstoff- und basenreiche, milde bis mäßig saure Lehm- und Tonböden (Gleyböden) und ist ein tiefwurzelnder Wasserzugzeiger. Er kommt in der planaren bis collinen Höhenstufe vor. In den Schwarzen Bergen findet man die Art am Oberbach etwas unterhalb des Hahnenknäuschens. Es handelt sich um eine sehr seltene Art.Der Winterschachtelhalm gehört, wie der Name unschwer erkennen lässt, zur Familie der Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae). Er ist ein immergrüner Chamaephyt, d. h. nach dem System der Lebensformen nach Raunkiær eine ausdauernde Pflanze, deren Überdauerungsorgane (Erneuerungsknospen) sich unterhalb der mittleren Schneehöhe von 50 cm befinden und damit im Schutz einer Schneedecke überwintern bzw. sonstige hygrische oder thermische Ungunstabschnitte im Jahresverlauf überdauern.Die harten, rauen, meist unverzweigten Sprosse des Winterschachtelhalms erreichen eine Wuchshöhe bis 130 cm und einen Durchmesser von 5 bis 10 mm. Ährentragende und unfruchtbare Sprosse unterscheiden sich nicht; beide sind dunkelgrün und meist ohne Seitenäste. Die bis zu 18mm lange Ähre läuft in einer kleinen Spitze aus; die Sporen werden von Juni bis August gebildet. In Deutschland und angrenzenden Gebieten ist die Art verbreitet bis selten. In einigen deutschen Bundesländern gilt sie als gefährdet bis stark gefährdet. In der aktuellen Roten Liste Bayerns steht die Art auf der Vorwarnliste (V).