Schachbrett-Falter (Melanargia galathea)

aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae)

Die meisten Tagfaltermännchen harren an Sitzwarten vorbeifliegender Partnerinnen. Nicht so die Männchen des Schachbrettfalters - diese suchen gezielt im Gras nach frisch geschlüpften Weibchen, um sich mit diesen zu paaren. Das Weibchen lässt bei der Eiablage die Eier einfach zu Boden fallen.

Die Raupen schlüpfen im Spätsommer und begeben sich ohne Nahrungsaufnahme in ein Versteck zu Winterruhe; erst im Folgejahr beginnen sie - vorwiegend nachts - zu fressen.

Die Verpuppung findet in einem lockeren Gespinst statt, in dem die Puppe frei am Boden liegt. Die Weibchen schlüpfen in der Regel nach den Männchen.

Futterpflanzen

Süßgräser, z.B. Fiederzwenke, Aufrechte Trespe, Wiesenrispengras, Rotschwingel, Wiesenschwingel

Vorkommen

Das Schachbrett ist in der Rhön weit verbreitet vor allem in mittleren und tieferen Höhenlagen anzutreffen. Wie seine Raupenfutterpflanzen, so findet man auch das Schachbrett am ehesten auf trockenen Wiesen und Halbtrockenrasen auf kalkhaltigem Untergrund.

 Text: Wolfgang Seufert

Foto: Kathrin Schaumburg
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