MenuKreisgruppe Bad KissingenBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Blick ins Diebacher Altschilf (Fränkische Saale) (8.5.2020, G. Zieger)

Jetzt nun doch! Am 24. April konnte ich ein Blaukehlchen singen hören. Ich war erstaunt, wie weit dieser Gesang deutlich zu hören war. Fast verzweifelt habe ich die recht große Schilffläche mit dem Fernglas abgesucht, erst als ich etwas weiter schaute, konnte ich den Sängerknaben entdecken. Anbei ein Belegbild, recht weit wieder einmal, aber dennoch sicher als Blaukehlchen zu erkennen. Das ist nun seit 2017 wieder, meine erste Beobachtung eines Blaukehlchens in diesem Schilfgebiet.
Aktuell ist Einiges dort zu beobachten. Für ortsansässigen Interessenten empfehle ich, sich auf dem Weg, neben dem alten Hochsitz, dort wo das Schild des BN angebracht ist, also dort wo die Fläche des Landkreises mit den Wasserlöchern endet und das Gebiet des BN beginnt, sich hinzustellen und mit dem Fernglas (ebenso Empfehlung) zu beobachten. Zwei Feldschwirle singen regelmäßig und lassen sich dadurch, mit etwas Glück, auch mal kurz beobachten. In dem schilfbewachsenen Graben tragen aktuell beide Geschlechter des Schwarzkehlchens Futter heran, um dort offensichtlich den Nachwuchs zu versorgen. Dabei lassen sich diese Schwarzkehlchen recht gut aus angemessener Entfernung beobachten. Die weißen Weidezaunpfähle, die jetzt mit weiß- roten Trassierband zum Mähschutz der dortigen Orchideen aufgestellt wurden, nutzen diese Vögel als Ansitz. Neben dem Schutz der Pflanzen erfüllen diese Pfähle so nebenbei einen zusätzlichen guten Zweck. Im Wasserloch beginnen zwei Teichhühner mit der Brut. Ein Kuckuck ruft regelmäßig und der Gesang der Wasserfrösche ergänzt sich trefflich zu diesem schönen Stück Natur. Auch eine Rohrweihe streicht derzeit gelegentlich übers Schilf. Teichrohsänger sind zu hören und u.a. sind Rohrammern und Dorngrasmücken zu beobachten. Anbei einige Bilder, die ich von besagtem Platz aus machen konnte.
An der unweit entfernten Rödermühle Diebach/ Fränkische Saale habe ich eine Stockente mit 10 frisch geschlüpften Pullis beobachten dürfen. Aktuell brütet noch eine Stockente unmittelbar über die neue Brücke, gleich rechter Hand. Das war die letzten Jahre unvorstellbar! Nun hoffe ich, dass die in Aussicht gestellten Lockerungen in der Coronakrise dieser Stockentendame nicht zum Verhängnis werden. In „coronafreien Zeiten“ ist die Brut einer Stockente an dieser Stelle- möchte ich behaupten wollen- nahezu ausgeschlossen. Schon allein der Bootstourismus verhindert fast jegliches Brutgeschehen, wobei der Freizeitdruck an dieser Stelle ohnehin sehr hoch ist. Das jetzige Beispiel zeigt mir persönlich sehr anschaulich, dass die Natur, die Insekten, die Vögel und die Tiere durchaus schnell klarkommen, wenn wir Menschen diesen Geschöpfen etwas Platz und die Ruhe lassen würden.
Heute konnte ich einen auf dem Feld sitzenden Schwarzmilan beobachten.
 

Bienenhäkeln für Insektenschutz (30.4.20) - Eine Initiative des BUND Friends of the earth Germany

Beim Insekten- und Artenschutz stehen dieses Jahr wichtige Entscheidungen an. Bis Ende des Jahres soll im Bundestag ein Insektenschutzgesetz verabschiedet werden. Aktuell läuft eine Europäische Bürgerinitiative, mit der wir uns für eine nachhaltige EU-Agrarpolitik einsetzen. Deshalb haben wir aufgerufen, Bienen und Schmetterlinge zu häkeln. Eine kreative Mitmach-Aktion in Corona-Zeiten.

Die ersten Häkelinsekten fliegen bereits durch die Sozialen Medien – jetzt möchten wir mit einer Presse-Aktion zum Weltbienentag und zum Tag der biologischen Vielfalt Mitte Mai einen großen Schwarm aus gehäkelten Insekten vor dem Bundestag aufsteigen lassen. Anschließend wollen wir Ihnen mit dem Aktionspaket "Insekten schützen!" die kleinen Häkeltierchen für die eigene Insektenschutzarbeit zur Verfügung stellen.

Helfen Sie mit, viele Häkel-Insekten auf den Weg zu bringen! Rufen Sie über Ihre Mailverteiler, Sozialen-Medien, Internetseiten und im Aktivenkreis zum Häkeln auf.
Häkelanleitung

 

Sinnvoll aktiv sein

Auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie brauchen Wildbienen, Schmetterlinge und Co. unsere Hilfe. Beim Insekten- und Artenschutz stehen dieses Jahr wichtige Entscheidungen an:

  • Bis Ende des Jahres soll im Bundestag ein Insektenschutzgesetz verabschiedet werden.
  • Aktuell läuft eine Europäischen Bürgerinitiative, mit der wir uns für eine nachhaltige EU-Agrarpolitik einsetzen.

Deshalb wollen wir das Thema Insektenschutz mit einer kreativen Aktion in die Öffentlichkeit bringen. Wir rufen dazu auf, Bienen und Schmetterlinge zu häkeln. Als Botschafter*innen werden diese sich für ihre natürlichen Artgenossen einsetzen. Und das geht so:

  • Am Tag der biologischen Vielfalt, am 22. Mai, fluten wir die sozialen Medien mit Bildern und Botschaften von Häkel-Insekten. So können wir auch von zu Hause aus zum Schutz der bedrohten Insekten aufrufen.
  • Mit einer Presse-Aktion zum Weltbienentag und zum Tag der biologischen Vielfalt möchten wir Mitte Mai einen großen Schwarm aus gehäkelten Insekten vor dem Bundestag aufsteigen lassen. Anschließend stellen wir die gehäkelten Insekten den BUND-Gruppen für die Insektenschutz-Arbeit zur Verfügung.
  • Wenn die Corona-Situation es zulässt und Sie sich damit sicher fühlen, dann schicken Sie uns die gehäkelten Insekten bitte per Post zu. Gerne zum 16. Mai. Sehr gerne auch danach. Adresse: BUND, Häkel-Aktion, Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin


Mehr Infos

 

Nun blüht er wieder. Der Lerchensporn - Corydalis (April 2020, Walter Hartmann)

Der Name Corydalis leitet sich ab vom griechischen korydalis = Haubenlerche d. h. wie Lerchenfüße gespornt.
In artenreiche Laubmischwälder ist der Frühjahrsblüher Lerchensporn anzutreffen.
Hier sind es besonders zwei Arten, welche in oft großen Beständen zu finden sind. Beide Pflanzen gehören zu den Erdrauchgewächsen.
Man bezeichnet sie auch als „Intelligenzblumen“ da nur lernbegabte Hautflügler in die Lage sind, den ungewöhnlichen Eingang in die Blüte zu finden. Erdhummeln beißen den Sporn seitlich an um an den Nektar zu kommen. Zu Ostern werden sie diese interessanten Pflanzen wohl gerate noch blühend zu finden sein.

Rama dama geht auch alleine...(März 2020, Friedhelm Dittmar)

Ein gutes Beispiel wie jeder einzelne vor Ort mithelfen kann, dass die Natur nicht zugemüllt wird: Als erstes wirft man selbst nichts in die Flur. Zweitens kann man auch beim alltäglichen Spaziergang den achtlos weggeworfenen Müll anderer mitnehmen.
Da das vom  Verein " Für Bürger und Umwelt " in Maßbach geplante Ramadama wegen Corona nicht stattfinden konnte, hat das Ehepaar Friedhelm und Gisela Dittmar auf eigene Faust Müll gesammelt. Mit dem Milchwägelchen und später auch mit Autoanhänger kam einiges zusammen, hier zum Beispiel aus dem Wald beim Maßbacher Neubauhof.  Dankeschön!

Kunstflüge über der Rhön (Oswald Türbl, 31.3.2020)

Schondra. In vollem Gange ist derzeit die Balz beim Charaktervogel der Rhön, dem Rotmilan.Die Balz beginnt mit der Rückkehr ins Brutgebiet im Februar und endet meist im März, spätestens im April. Während dieser Zeit kreisen Rotmilane oft auffällig und anhaltend über dem späteren Brutplatz, um diesen Bereich gegenüber Revierkonkurrenten zu markieren. Spektakulär sind die Balzflüge des Paares, die von minutenlangen absolut gleichsinnig durchgeführten Synchronflügen bis hin zu gemeinsamen "Trudelflügen" reichen, bei denen sich die Partner an den Fängen fassen und umeinander trudelnd aus mehreren hundert Metern Höhe bis fast zu Boden stürzen, um sich erst im letzten Moment loszulassen und getrennt wieder aufzusteigen.In Deutschland leben über 50% der Weltpopulation und mit rund 340 Brutpaaren ist die Rhön eine der Regionen mit der höchsten Siedlungsdichte in Deutschland. Die Rhön hat deshalb eine besondere Verantwortung für die Erhaltung dieses attraktiven Greifvogels. Seit 2014 wird deshalb im Biosphärenreservat Rhön ein Bundesprojekt zum Schutze des Rotmilans umgesetzt.Im Schondrabecken konnten im Rahmen dieses Projekts drei bis vier Brutpaare des bedrohten Greifvogels nachgewiesen und betreut werden.

Spaziergang zum Trettsteiner Wasserfall

Naturidyll der besonderen Art im Saaletal

Der Trettstein-Wasserfall ist ein 6 Meter hoher Wasserfall des Eidenbachs zwischen Gräfendorf und Dittlofsroda im südlichsten Teil der bayerischen Rhön. Du findest dort einen traumhaft schönen Ort zum Entspannen und Erholen.
Komme einfach mal mit dem Fahrrad vorbei oder oder unternimm eine kurze Wandertour. Den Trettstein muss man einfach gesehen haben, ein Besuch lohnt zu jeder Jahreszeit. Vorallem für Familien bieten sich viele Anrgegungen, die gesägten Figuren am Wegesrand, das Rauschen des Wassers…
Der Wasserfall liegt in einem klammartigen Einschnitt des Eidenbachs nördlich der Fränkischen Saale. Der Bach hat sich in Rotbänke aus rotem Kalkstein eingeschnitten und bildet mehrere kleinere Wasserfälle, von denen der Trettstein-Wasserfall der größte ist. Der Bach mündet wenige hundert Meter später in den Waizenbach und dieser wenig später bei Gräfendorf in die Fränkische Saale. Der geowissenschaftliche Wert des Wasserfalls wird vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als bedeutend und für die Region als selten eingestuft.
Zugang entweder von Gräfendorf (wenige Parkplätze gegenüber Zufahrt zu Baumhotel) oder von Dittlofsroda, ist über mehrere Wanderwege erreichbar.
Jetzt im Frühjahr blühen die Buschwindröschen und Lerchensporn.

Spaziergang rund um Weinberge in Hammelburg (Elisabeth Assmann 28.3.2020)

Weinberge und ihre Randbereiche sind durch Hangneigung, Sonneneinstrahlung extreme Standorte,die häufig  eine viel höher Artenvielfalt hervorbringen. Diese sind leicht bei einem Spaziergang zu  ergründen. Oft sieht man auch Winzer bei ihrer Arbeit in den Weinbergen - sei es bei der Bodenbearbeitung oder Laubarbeiten.

Die Rohrammer (Oskar Jungklaus, 28.3.2020)

Zur Zeit kommen wieder viele unserer Zugvögel zurück, um bei uns ihre Jungen groß zu ziehen. Die bayrischen Rohrammern überwintern, Ringfunden nach zu urteilen, in Mittel- und Norditalien, sowie in Südfrankreich. Sie sind also kein Langstreckenzieher, deshalb kann man sie schon jetzt im zeitigen Frühjahr in Gewässernähe, gern an schilfbewachsenen Verlandungszonen von Seen oder in feuchten Hochstaudenfluren finden. Hier sind sie gar nicht so selten und mit etwas Geduld kann man ihr kurzes zriiip zripip das in kurzen Abständen wiederholt wird hören.
Wie eigentlich immer, wenn man Vögel beobachten will, ist man mit einem Fernglas und etwas Geduld am besten gerüstet, um draußen auch was sehen und erleben zu können.

Der Doppeldorniger Wipfelbock (Oskar Jungklaus . 27.3.2020)

Der Doppeldornige Wipfelbock Pogonocerus hispidulus wird nur 5 - 7 mm lang. Die Flügeldecken tragen eine breite nach hinten dunkel begrenzte Binde. Hispidulus lat. - bedeutet: etwas rau, behaart.
Seine Verbreitung erstreckt sich über südliches Nordeuropa (Südnorwegen, Südschweden), Türkei, Kaukasus, Madeira. In Deutschland ist er aus allen Bundesländern bekannt.
Die Käfer erscheinen teils schon jetzt im März bis August. Man kann sie im Geäst und an den Zweigen ihrer Brutbäume finden.
Die polyphage Art entwickelt sich zweijährig in Rosaceae-Arten auch in Hasel, Pfaffenhütchen, Rotbuche, Pappel, Eiche, Linde, Schneeball. Seine Larven entwickeln sich in dünnen, frisch abgestorbenen Zweigen und Ästen. Durch die Fraßtätigkeit wird der Splint fast nicht geschädigt.Durch seine gute Tarnung und der nur sehr geringe Größe wird er wohl oft einfach übersehen. Es lohnt sich eben in der Natur immer etwas genauer hinzusehen. In der roten Liste ist er als nicht gefährdet geführt.