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Öko-Tipps

Quellenerfassung und Quellenschutz in der Vorderrhön (2024)

Ein Projekt zur Sensibilisierung für die Wasserverfügbarkeit in der Region

Quellen sind sehr sensible Ökosysteme, in denen einige hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten beheimatet sind. Sie sind für die Biodiversität von großer Bedeutung und daher besonders schützenswert.
Für das Jahr 2024 ist ein neues Citizen-Science Projekt zur Quellenkartierung im Landkreis Bad Kissingen geplant, das die Menschen über diese einzigartigen und bedeutenden Biotope informieren und für sie begeistern soll. Dabei haben alle Interessierten die Möglichkeit nach einer Schulung mit Stefan Zaenker im Projektgebiet Bad Kissingen, Münnerstadt und Nüdlingen Quellen zu entdecken und zu untersuchen.
Los geht es mit der Kartierungsschulung am 9.3. im Haus der Schwarzen Berge Theorie und Praxis: 10.00-ca.16.00 Uhr. Näheres unter Veranstaltungen
Anmeldung bei carina.koempel@bund-naturschutz.de.


Quellen im Sinntal – vergessene Lebensräume? (2005)

Quellen sind emotional ansprechende und faszinierende Biotope an der Schnittstelle zwischen Grundwasser und Bachoberlauf. Sie beherbergen zahlreiche hochspezialisierte Tiere, in der Rhön u.a. auch die weltweit nur hier (und im Vogelsberg) vorkommende Rhön-Quellschnecke.

Dieser „Sonder-„ Lebensraum mit seinen ganzjährige konstanten, ausgeglichenen Bedingungen wurde auch in unserem Landkreis bisher kaum beachtet, es liegen so gut wie keine Erfassungen vor. Ein effektiver Schutz dieser sensiblen Ökosysteme setzt aber, abgesehen von strengen gesetzlichen Grundlagen, eine umfassende Datenerhebung voraus.

Vor diesem Hintergrund hat die Kreisgruppe im Jahr 2004 mit finanzieller Förderung durch die Sparkassenstiftung Bad Kissingen begonnen, mit einer einheitlichen Methode Quellen im Einzugsgebiet der Sinn zu kartieren. Bis Mitte 2005 konnten durch Eva Reichert-Nelkenstock/Eckarts, zeitweise unterstützt von Uli Floth/Geroda, 150 Quellen erfasst und ausführlich dokumentiert werden (Temperatur, pH, Leitfähigkeit, Vegetation, Tierartenbestand aus Sedimentprobe sowie ergänzenden Käscherfängen über Quellbereich, menschliche Veränderungen, Gefährdungen, Fotodokumentation).

Diese für unsere Region einmalige Kartierung steht in Zusammenhang mit weiteren Kartierungen gleichen Standards im Biosphärenreservat Rhön, welche alle von Stefan Zaenker/Fulda vom Verein hessischer Höhlen- und Karstforscher koordiniert und per EDV (Dateneingabe in eigenes Erfassungsprogramm) unterstützt werden. Herr Zaenker übernimmt auch die Sortierung und Weiterleitung der Tierproben an entsprechende Bestimmungsspezialisten in ganz Europa. E

Ergebnisse sind ausführlich hier dargestellt (PDF, externer Link)

Literaturverzeichnis (externer Link)

 


Fotos der 2004 kartierten Quellen

Fotos von Uli Floth

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