Einstieg in den Ausstieg aus dem chemischen Pflanzenschutz – Erhalt der Artenvielfalt in der Landwirtschaft und in Gewässern

Der Bund Naturschutz lädt am Dienstag, den 20.03.18 um 19.00 Uhr zu einem Vortrag der BN-Agrarreferentin Marion Ruppaner zum Thema Gefahren durch Pestizide für Mensch und Tier in das Gasthaus zur Traube in Rannungen, Raiffeisenstr. 19 ein. Verlust der Artenvielfalt und Insektensterben sind gerade in aller Munde. Auswirkungen von Glyphosateinsatz und Neonicotinoide als Gefahr für Insekten beschäftigen die Medien. Die Verlust der Biodiversität ist aber schon seit Jahrzehnten erkennbar. Die Agrarreferentin wird auch auf die Auswirkungen von Pestizideinsatz auf Oberflächen- und Grundwasser eingehen. Dramatische Einbrüche verzeichnen neben den Insekten auch Amphibien. Ihre empfindliche Haut und ihre Wanderwege durch landwirtschaftliche Flächen bringen sie stärker in Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln. Neben dem Biotopverlust ein Hauptgrund dafür, dass es immer weniger Amphibien gibt.

Datum
20.03.2018 19:00 - 21:00

Ort
Rannungen, Gasthaus zur Traube, Raiffeisenstr. 19

Amphibien sind stark gefährdet durch Pestizideinsatz

Ruppaner geht auf Alternativen zum Pestizideinsatz ein, bringt Vorschläge, was Kommunen beitragen können und will in intensiven Austausch mit anwesenden Landwirten treten.
Sie will aber auch Hilfestellung für Landwirte anbieten. Denn schließlich geht es auch um ihre eigene Gesundheit. So wird seit 2012 in Frankreich Parkinson als Berufskrankheit bei Landwirten durch Pflanzenschutzmittel anerkannt. Zweitens soll der nachhaltig wirtschaftende Landwirt für seine Ökosystemleistung fair entlohnt werden. Hier ist auch der Verbraucher mit seinem Einkaufsverhalten gefordert. Denn billiger Preis bedingt meist schlechtere Qualität der Lebensmittel und immer höheren Druck auf die Produktionskosten in der Landwirtschaft.  „Faire Preise für nachhaltig und verantwortungsvoll produzierte Lebensmittel,  fordert auch erster Vorsitzender der Kreisgruppe des Bund Naturschutz Franz Zang. Agrarexpertin Ruppaner steht anschließend zur Diskussion bereit. Eingeladen sind alle Interessierten.