Rundaugen-Mohrenfalter (Erebia medusa)

aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae)

Von den einheimischen Mohrenfaltern hat der Rundaugen-Mohrenfalter die früheste Flugzeit (ab Mai). Es überwintert die fast ausgewachsene Raupe. Sie verpuppt sich im Frühjahr am Boden in einer Höhle aus versponnenen Grashalmen.

In der Rhön kommt mit dem Waldteufel (Erebia aethiops) noch eine sehr ähnliche Art vor. Diese trägt allerdings auf der Unterseite der Hinterflügel eine breite graue oder hellbraune Binde.

Futterpflanzen

Aufrechte Trespe, Schafschwingel

Vorkommen

Sonnige Waldränder, lichte Wälder, auf verbuschenden (Halb-)Trockenrasen, auf Bergwiesen und Streuwiesen. In der Rhön findet man den Rundaugen-Mohrenfalter in tieferen Lagen vor allem auf verbuschenden Halbtrockenrasen, in mittleren Lagen eher in feuchten bis trockenen Wiesen und in höheren Lagen in Feuchtwiesen und Niedermooren.

 Text: Wolfgang Seufert

Foto: Ingo Queck
Foto: Richard Zeitz